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1'200 Jahre Madiswil seit 795 n.Chr.
Die Anfänge von Madiswil reichen weit in eine Zeit zurück, von der die Geschichtsquellen nur spärlich fliessen. Im Stiftsarchiv von St. Gallen befindet sich eine Urkunde aus dem 8. Jahrhundert, in der Madiswil, zusammen mit Rohrbach, als erste Gemeinden der Region Erwähnung finden. Dieses Dokument belegt eine Schenkung aus dem Jahr 795 durch Heribold, der zu seinem Seelenheil der Kirche des heiligen Martin zu Rohrbach seine Besitzungen im aargauischen Ort Madalestwilare übermachte.
1995 haben die Madiswilerinnen und Madiswiler das 1‘200-jährige Bestehen mit einem grossen Dorffest gefeiert. Aus Anlass der Feierlichkeiten gab die Gemeinde eine 650 Seiten umfassende Dorfchronik heraus. Als Autor des Werks zeichnet Simon Kuert, Pfarrer, Langenthal. Die Chronik ist leider vergriffen. Bei der Gemeindeverwaltung kann diese eingesehen werden.
Hier ein paar Daten aus der Madiswiler Vergangenheit, die an Beispielen zeigen, wie viele Interessen von kirchlichen und weltlichen "Mächtigen" mit Madiswil verbunden waren:
795 Schenkungsurkunde von Herribold, welche als erste urkundliche Erwähnung von Madiswil gilt.
886 Ausstellung von Abas Schenkungsurkunde des Leimiswyler-Zehntens.
1261 bis 1263 erscheint Madiswil auf dem Einkunftsrodel der Grafen Hartmann von Kyburg.
Bis 1272 war das Kloster St. Gallen in Madiswil begütert.
1331 bezog Johannes von Aarwangen aus seinen Madiswiler Gütern einen Zins von 2 Pfund und 3 Schillingen. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts bezog auch das Kloster Engelberg aus Madiswil einen Zins von 3 Pfund.
1488 gehen die Gerichte zu Madiswil an Bern über, die bis Mitte des 15. Jahrhunderts den Freiherren von Grünenberg gehörten.
1545 Loskauf von der Leibeigenschaft.
1579 kam der Kirchensatz von Madiswil durch Tausch von St. Urban an Bern.
1890 umfasste die Kirch- und Einwohnergemeinde Madiswil 2196 Einwohner, 268 Häuser und gehörte zum Amt Aarwangen.
2010 wurde im Kanton Bern eine Bezirks- und Verwaltungsreform durchgeführt. Madiswil gehört seitdem zum Verwaltungskreis Oberaargau.
Zugehörige Objekte
| Name | Download | |
|---|---|---|
| Schenkungsurkunde 795 n.Chr. mit Übersetzung (PDF, 1.53 MB) | Download | Schenkungsurkunde 795 n.Chr. mit Übersetzung |