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Anonyme Schreiben an die Gemeindeverwaltung
Bei der Gemeindeverwaltung gehen immer wieder anonyme Schreiben ein – von umfangreichen, ausgearbeiteten Dokumenten bis hin zu kaum entzifferbaren Zetteln. Darin werden häufig verschiedene Themen und Entscheidungen kritisiert. Nicht selten entsprechen die dargestellten Sachverhalte jedoch nicht den tatsächlichen Gegebenheiten oder werden verzerrt wiedergegeben.
Wie geht die Gemeindeverwaltung mit solchen Schreiben um? Grundsätzlich werden anonyme Eingaben nicht behandelt. Sie werden weder beantwortet noch weiterverfolgt und in der Regel vernichtet.
Kürzlich wurde beispielsweise in einigen Haushalten ein Flugblatt verteilt, das den geplanten Umbau des Schulhauses Homatt in Kleindietwil zu einem Kindergartenzentrum kritisierte. Darin wurde unter anderem bedauert, dass dem Schulhaus künftig das Kinderlachen fehlen werde. Tatsächlich wird das Gebäude jedoch gerade zu einem Kindergartenzentrum umgebaut – Kinderlachen wird dort also auch in Zukunft zu hören sein. Eine Behauptung, die nicht stimmt und nicht richtiggestellt werden kann!
In diesem Fall habe ich nun doch auf ein anonymes Schreiben reagiert – möge dies die Ausnahme bleiben.
Persönlich empfinde ich anonyme Schreiben als feige und wenig respektvoll. Wer eine Meinung hat oder Kritik äussern möchte, sollte auch bereit sein, dazu zu stehen. Anonyme Zuschriften helfen uns nicht weiter – im Gegenteil: Ohne Absender ist ein Dialog nicht möglich. Es bleibt unklar, wem man antworten oder etwas erklären könnte.
Vielleicht lesen die anonymen Verfasserinnen und Verfasser diese Zeilen. Es wäre zu wünschen, dass sie künftig den Mut aufbringen, ihre Anliegen und Wünsche offen und mit Absender an die Gemeindeverwaltung zu richten.
Andreas Hasler, Gemeindeschreiber