24.07.18
Stromausfall

Die alljährliche Reise mit dem Verein Gemeindekader Oberaargau führte mich Mitte Juni dieses Jahres ins schöne Appenzellerland. Diese Gegend war für mich bis dahin völlig unbekannt. Es war ein schöner Tag voller toller Erlebnisse und Gespräche mit Berufskolleginnen und -kollegen. Die Heimreise mit dem Zug war dann ein spezielles Abenteuer: Da die Bahnstrecke zwischen St. Gallen und Zürich infolge eines entgleisten Zuges in Winterthur unpässlich war, wurden die Reisenden umgeleitet. So geschah es, dass ich die Strecke von Appenzell via Luzern bis Madiswil in 5 Stunden mit Regionalzügen zurücklegen durfte. An jeder erdenklichen Station wurde angehalten. Nun gut, als dann der Zug mit mir, müde von der langen Fahrt, endlich in Kleindietwil ankam, ging es nicht mehr richtig weiter! Aus dem Lautsprecher wurden die Fahrgäste darauf aufmerksam gemacht, dass eine Stellwerkstörung aufgetreten sei. Die Bahn könne deshalb nur noch im Schritttempo weiterfahren… Wieso, fragte ich mich? Es blieb mir nichts anderes übrig, als zu warten. Als der Zug dann endlich beim Bahnhof Madiswil ankam und ich ausstieg, war alles stockdunkel. Eine unheimliche Stimmung, fand ich. Was war da passiert? Die Erklärung liegt auf der Hand, es musste ein Stromausfall sein. Zu Fuss unterwegs, etwas unsicher in der Dunkelheit tappend, dachte ich, dass dieser Stromausfall auch etwas Reizvolles hat. Die Sterne am Himmel leuchteten so hell wie noch nie, alles war ruhig und still. Dies wiederum liess bei mir den Gedanken aufkommen, dass eine solche Finsternis ideal für Einbrecher wäre. Endlich zuhause angekommen, stolperte ich über das Dreirad unserer Tochter, welches vor der Haustüre stand! Meine Frau erwartete mich im Wohnzimmer, mit Taschenlampe ausgerüstet. Ich ging in den Keller und holte zusätzlich noch die Petrollampe. Kaum hatte ich diese in Betrieb genommen, war die Elektrizität zurückgekehrt: Das Licht ging an, der Fernseher schaltete sich ein, alles war wieder ganz gewohnt. Gut eine Stunde war Madiswil ohne Strom. Die Dunkelheit war verschwunden…
Die Energie kam wieder zurück, dank den Fachleuten der Firma Kohler Elektro, Madiswil, unserem Gemeindeelektriker sowie der Firma Onyx Energie Mittelland AG, Langenthal. Die Ursache war ein defektes Kabel unseres Stromlieferanten in der Nähe eines Haupttransformators, welcher den ganzen Ortsteil von Madiswil speist.
Dieses Erlebnis hat uns allen sicher gezeigt, wie abhängig wir von der Elektrizität sind. Nichts geht mehr richtig, nicht einmal der Zug konnte mehr fahrplanmässig in Madiswil einfahren. Deshalb ist es gut, wenn man auf alternative Mittel zurückgreifen kann. Taschenlampen, Kerzen oder Petrollampen spenden Licht. Auch eine Campingausrüstung mit Gaskocher und anderen Utensilien kann helfen, einen längeren Stromausfall zu überbrücken. Zum Glück sind solche Ereignisse dank der guten Infrastruktur wirklich selten. Und wenn es passiert, denken wir doch bitte daran, wie gut und luxuriös wir es doch mit unserem Strom haben. Wir dürfen nämlich versichert sein, dass dieser früher oder später wieder zurückkehrt…

 

Andreas Hasler, Gemeindeschreiber

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