23.05.17
Telekommunikation

Meine Eltern haben mir erzählt, noch in den 1950iger und 1960iger Jahren gab es einen Telefonanschluss für mehrere Haushalte. Wenn man ein Gespräch führen wollte und bereits im Nachbarhaus telefoniert wurde, war der Anschluss besetzt und man musste abwarten. Ein einfaches Telefon (damals noch mit Wählscheibe zum Drehen) konnte nur über die staatliche PTT (Post Telefon, Telegraf) erstanden werden – das waren noch Zeiten!
Bis kurz vor dem Jahr 2000 kommunizierte die Geschäftswelt wie auch die Privaten mittels Telefon und Faxgeräten. Dann kam die grosse Neuerung: E-Mail und Internet hielten Einzug und verlangten danach, mehr Daten auszutauschen. Am Anfang funktionierte dies über die bestehenden Telefonleitungen einwandfrei. Im Verlaufe des letzten Jahrzehnts nahm die Telekommunikation aber einen Quantensprung. Die bestehenden Telefonleitungen und Technologien vermochten die Daten nicht mehr oder nur ungenügend zu transportieren und zu verarbeiten. Die Telekommunikationsanbieter wie Swisscom oder Kabelnetzbetreiber bauten ihre Netze in den Siedlungsgebieten aus. Zuerst wurden die Städte bedient, dann die Dörfer. Heute besteht in den dicht besiedelten Gebieten ein im Vergleich zum Ausland überdurchschnittliches sehr gutes Angebot. Das Ganze hat aber einen Haken: Die Streusiedlungsgebiete wurden beim Netzausbau vernachlässigt, da es für die Telekommunikationsanbieter nicht gewinnbringend ist. Zwar hat die Swisscom einen gesetzlichen Auftrag auch abgelegene Liegenschaften und Haushaltung zu versorgen. Gemäss Gesetz ist dies aber nur ein minimaler Standard. 
Unsere Gemeinde kennt diverse solcher Streusiedlungsgebiete: Bisegg, Ghürn, Leimiswil, Mättenbach, Rüppiswil und Wyssbach. Überall da sind die Haushaltungen schlecht erschlossen. Gerade die Landwirte, welche heute verpflichtet sind, ihre Daten per Internet den zuständigen Stellen zu übermitteln, stossen an ihre Grenzen. Aber auch Privatpersonen möchten das selbe Angebot haben, wie die Bevölkerung in den dichter besiedelten Orten. Was klar ihr Recht ist. Aufforderungen aus der Bevölkerung aus den betroffenen Gebieten liessen den Gemeinderat aufhorchen. Er hat sich deshalb an seiner Klausurtagung vom 26. April 2017 intensiv mit der Thematik befasst und Verantwortliche von Telekommunikationslösungen eingeladen. Das Fazit ist, es muss auch für die in den abgelegenen Gebieten wohnhafte Bevölkerung klare Verbesserungen geben. Dabei ist es primär klar nicht eine Aufgabe der Gemeinde den Ausbau zu erstellen. Jedoch mitzuhelfen und das ganze anzukurbeln, nötigenfalls auch finanziell einen Anstoss zu geben, das kann die Gemeinde. 
Ich bin überzeugt, dass unser Gemeinderat alles unternehmen wird, um zusammen mit den Telekommunikationsanbietern auch die heute schlecht erschlossenen Gebiete wesentlich zu verbessern.

Andreas Hasler, Gemeindeschreiber

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