25.11.16
Lesen, sich informieren - konstruktive Kritik

Ich frage mich, ob es überhaupt Sinn macht, Arbeitszeit aufzuwenden, um diese Zeilen zu schreiben. Es beansprucht nämlich ziemlich viel Aufwand, die Texte für die Dorfzeitung zu produzieren. Wird das, was die Gemeinde mitteilt, überhaupt noch gelesen und verstanden?
Das anonyme Flugblatt betreffend Unterbringung von asylsuchenden Kindern und Jugendlichen, welches Mitte Oktober 2016 die Gemeinde aufhetzte sowie die Reaktionen darauf, lassen mich dies anzweifeln. Hätten die Verfasser des anonymen Flugblattes den entsprechenden Artikel im Linksmähder, Ausgabe 1. Oktober 2016 gelesen und verstanden, hätten sich diese das unmögliche Flugblatt sparen können. Das einzige was dieses gebracht hat, sind negative Gedanken, unnötige Ängste und sehr viel Arbeit für unsere Gemeindepräsidentin und auch für mich, als Gemeindeschreiber! Aufgrund solcher Hetzattacken, Angstmachereien und unrichtigen Informationen, werden Ressourcen von Behörden und Verwaltung stark ausgeschöpft. Die Telefone laufen heiss, die E-Mail-Flut steigt, die Presse löchert einem mit Fragen. Es bleibt keine Zeit mehr, wirklich wichtige und nötige Angelegenheiten und Dienstleistungen für die Gemeinde zu erledigen. Während solchen Zeiten ist ein normales Arbeiten am Tagesgeschäft nicht mehr möglich. Es dreht sich alles um das Negative. „Das ist der Job, der Gemeindeangestellten“, werden Sie nun vielleicht sagen. Nun gut, aber alles hat seine Grenzen. Ich verstehe immer mehr Leute, welche sich nicht mehr für ein politisches Amt zur Verfügung stellen möchten, da die Kritik an ihrem Wirken immer wie unmöglicher und primitiver wird. Auch mir geht es in solchen Situationen so. Auch in der Freizeit werde ich von Bekannten und Freunden angesprochen und meine Meinung will dazu gehört werden. All dies Negative erdrückt mich, macht mich müde, energielos…. Die anonymen Verfasser hingegen können sich verstecken und müssen sich nicht mit der Thematik herumschlagen. Ist das denn gerecht?
Betreffend der Unterbringung von asylsuchenden Kindern und Jugendlichen in Madiswil kann man natürlich dafür oder dagegen sein. Seine Meinung mit einem anonymen Flugblatt kund zu tun, ist aber sicher das absolut ungeeignetste Mittel! Wir haben in unserer direkten Demokratie so viele Möglichkeiten mitzuwirken. Wir haben das Grundrecht der Meinungsfreiheit. Anonyme Flugblätter zu verteilen ist sehr schwach und bewirken das Gegenteil. Ich bin sehr froh, haben wirklich die meisten Leute, mit denen ich kommuniziert habe, das Vorgehen verurteilt: Anonyme Flugblätter zu versenden, ist unhaltbar!
Willkommen ist aber immer konstruktive Kritik: Meldungen, welche helfen, ein Problem zu lösen statt dieses zu verschlimmern, werden gerne entgegen genommen. So hoffe ich nun, dass dieses Mal gelesen wird, dass an der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember 2016 über die Unterbringung und Betreuung von asylsuchenden Kindern und Jugendlichen an der Obergasse 27, Madiswil, umfassend informiert wird. Erstrebenswert wäre natürlich, dass die anonymen Verfasser auch erscheinen, damit sich diese ein Bild über die Situation machen und sich ausreichend informieren können. Vielleicht haben diese sogar die Courage, sich zu „outen“? Wir werden sehen…


Andreas Hasler, Gemeindeschreiber

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