07.04.16
Abstimmen und Wählen

Es war am Samstag, 27. Februar 2016 um 17.30 Uhr. Wie alle Jahre instruierte ich am ersten Abstimmungswochenende den neuen Präsidenten und die neue Sekretärin des Wahlausschusses über ihre Aufgaben. Dieses Jahr waren die ersten Abstimmungen und Wahlen besonders umfangreich. Die Ausmittlungsarbeiten beinhalteten vier eidgenössische Vorlagen, zwei kantonale Abstimmungen und die Ersatzwahl von zwei Mitgliedern des Regierungsrates. Bei der Kantonalen Abstimmung befand sich eine solche, bei der eine Hauptvorlage, ein Eventualantrag und eine Stichfrage auszumitteln waren. Diese Abstimmung ist nicht nur für die Stimmberechtigten kompliziert sondern auch für die Ausmittlung des Wahlausschusses sehr anspruchsvoll. Dies bestätigte sich dadurch, dass bei dieser einen kantonalen Abstimmung fast 100 Wahlzettel leer abgegeben wurden und etliche Zettel als ungültig erklärt werden mussten. Ein Stimmberechtigter hatte sogar ein grosses Fragezeichen auf den grünen Wahlzettel gemalt… Ein solcher Zettel ist natürlich ungültig.

Ungültig sind auch sämtliche Stimm- und Wahlzettel, bei der brieflichen Abstimmung, bei denen die Ausweiskarte nicht unterschrieben ist! Der Wahlausschuss öffnete am Samstagabend 1‘323 briefliche Stimmabgaben: Das heisst 2‘646 Kuverts öffnen (Rückantwortkuvert und Kuvert mit Stimmzetteln) und rund 6‘600 Blätter sortieren (3 Stimmzettel, 1 Wahlzettel und 1 Ausweiskarte). Dabei musste der Aus-schuss leider feststellen, dass über 30 Ausweiskarten der brieflichen Abstimmung nicht unterschrieben waren und daher alle Stimm- und Wahlzettel dieser Kuverts als ungültig erklärt werden mussten. Das ist bedauerlich. Leider darf der Wahlausschuss aus Gründen des Stimmgeheimnisses nicht feststellen, wer die Karte nicht unterschrieben hat, um eine entsprechende Mitteilung für das nächste Mal an die Betroffenen zu machen. Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als Sie, geschätzte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, hiermit aufzufordern, bei der brieflichen Stimmabgabe unbedingt daran zu denken, die Ausweiskarte zu unterschreiben! An der Urne erschienen vor allem am Sonntagmorgen noch zahlreiche Stimmberechtigte, sodass wir am Schluss 1‘570 Ausweiskarten zählen durften, was einer Stimmbeteiligung von 61,5% entspricht. An dieser Stelle möchte ich allen, die je in einem Wahlausschuss mitgearbeitet haben und natürlich auch den aktuellen Wahlausschussmitgliedern herzlich für ihre Arbeiten danken. Ohne eine gute Teamarbeit, wie wir dies am Abstimmungswochenende vom 28. Februar 2016 hatten, wäre eine Erledigung einer solchen Monsterabstimmung gar nicht möglich. Ich mag mich in meiner nun bald 17-jährigen Tätigkeit als Gemeindeschreiber hier in Madiswil nicht erinnern, dass so manche Vorlage auf einmal bei einer solch hohen Stimmbeteiligung zu bearbeiten war. Schön wäre es, wenn wir von nun an immer mit einer solchen Präsenz der Stimmberechtigten rechnen dürften. Je höher die Stimmbeteiligung, desto wahrheitsgetreuer kann die Meinung des Volkes festgestellt werden. Aber, bitte denken Sie doch daran, wenn Sie brieflich stimmen und wählen: Die Ausweiskarte muss unterschrieben sein!

Andreas Hasler, Gemeindeschreiber

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