10.07.15
AHV/IV/EL - Renteninformationen

Beitragspflicht bei Pflegekindverhältnis
Pflegeeltern und andere Personen, die regelmässig gegen Entgelt Kinder betreuen, üben eine Er-werbstätigkeit aus. Auf den Einkünften sind Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten. Selbständiger-werbende Pflegeeltern und Arbeitgeber von Pflegeltern haben sich bei der AHV-Zweigstelle zu melden. Sie werden von der Zweigstelle beraten und erhalten die für eine ordnungsgemässe Beitragsabrechnung nötigen Formulare. Die AHV-Zweigstelle Madiswil erteilt auf Anfrage gerne weitere Auskünfte (Tel. 062 957 70 75).

Betreuungsgutschriften der AHV/IV jetzt geltend machen!
Betreuungsgutschriften können die Höhe Ihrer künftigen Rente verbessern. Sie werden jedoch nicht ausbezahlt, sondern den anspruchsberechtigten versicherten Personen bei der Berechnung ihrer Rente angerechnet.
Anspruch auf die Anrechnung einer Betreuungsgutschrift haben versicherte Personen, die in gemein-samem Haushalt Verwandte in auf- und absteigender Linie oder Geschwister mit Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung der AHV oder IV, der Unfall- oder Militärversicherung von mindestens mittlerem Grad dauernd betreuen. Ehegatten, Schwiegereltern und Stiefkinder sind Verwandten gleichgestellt (nicht aber Tanten, Onkel, Nichten, Neffen, Cousins / Cousinen oder Pflegekinder). Als hilflos gelten auch Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren, für die Pflegebeiträge der Invalidenversicherung bezogen werden.
Die betreute Person muss tatsächlich überwiegend entweder in der gleichen Wohnung, im gleichen Gebäude oder zumindest auf einem benachbarten Grundstück (Stöckli) wohnen. Als nicht überwiegend in gemeinsamem Haushalt wohnhaft gelten insbesondere Personen, die nur über das Wochenende, in den Ferien oder an Einzeltagen beherbergt werden. Bei einem Aufenthalt von insgesamt rund 180 Ta-gen pro Jahr im Haushalt der betreuenden Person besteht indessen Anspruch auf eine Betreuungsgut-schrift. Seit 2012 können Betreuungsgutschriften neu auch dann angerechnet werden, wenn die pfle-gebedürftige Person in der Nähe wohnt. Bedingung: Die pflegende Person darf nicht mehr als 30 Kilo-meter von der pflegebedürftigen Person entfernt wohnen oder nicht länger als eine Stunde benötigen, um den entsprechenden Weg zurückzulegen.
Der Anspruch ist jährlich geltend zu machen. Eine Betreuungsgutschrift kann bis zum Erreichen des AHV-Alters der betreuenden Person jeweils am Ende eines Kalenderjahrs bei der AHV-Zweigstelle der Wohnsitzgemeinde mit amtlichem Formular geltend gemacht werden. Dieses ist sowohl von der / den betreuenden Person/en als auch von der betreuten Person zu unterzeichnen. Dem Antragsformular sind alle sachdienlichen Unterlagen wie Kopie des Familienbüchleins oder der Niederlassungsbewilligung beizufügen. Bei mehreren betreuenden Personen wird die Gutschrift zu gleichen Teilen aufgeteilt. Bei verheirateten Versicherten wird die Betreuungsgutschrift während der Ehejahre immer je hälftig geteilt. Werden Betreuungsgutschriften nicht innerhalb von fünf Jahren geltend gemacht, so ist der Anspruch verwirkt. Er wird für die Rentenberechnung nicht mehr berücksichtigt.
Es kann nicht gleichzeitig Anspruch auf eine Erziehungsgutschrift und eine Betreuungsgutschrift geltend gemacht werden. Für betreuende Personen mit Kindern unter 16 Jahren geht der Anspruch auf Erziehungsgutschriften vor. Betreuungsgutschriften können somit keine mehr angerechnet werden.
Auskünfte erhalten Sie unter www.akbern.ch oder bei der AHV-Zweigstelle Madiswil,
Tel. 062 957 70 75, welche auch kostenlos Merkblätter und Formulare abgibt.
 

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